Ob Sie eine Amaryllis verschenken, verschicken oder kaufen: Wählen Sie zuerst zwischen Schnittblume und Zwiebelpflanze. Davon hängen Pflege und Haltbarkeit ab.
Im Handel heißt die Blume meist Amaryllis; botanisch ist damit häufig ein Ritterstern der Gattung Hippeastrum gemeint. Stützen Sie den schweren Blütenstiel. Wechseln Sie regelmäßig das Wasser und ergänzen Sie die Blume bei Bedarf mit winterlichem Grün.
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Schnittblume oder Zwiebel?
Eine Schnitt-Amaryllis eignet sich, wenn die Blüte sofort schmücken soll. Sie passt als einzelner Blickfang in eine hohe Vase und lässt sich auch in einen weihnachtlichen Strauß binden. Für ein Geschenk, das über mehrere Jahre Freude machen soll, ist eine getopfte Pflanze oder eine unversiegelte Zwiebel die bessere Wahl.
Wachs-Amaryllis werden ohne Topf und sichtbare Erde angeboten. Solche Zwiebeln haben oft kaum Wurzeln und lassen sich schwer weiterkultivieren. Wenn Ihnen eine erneute Blüte wichtig ist, wählen Sie daher lieber eine Zwiebel in Erde oder eine Pflanze im Topf.
Eine getopfte Amaryllis ist frostempfindlich. Packen Sie sie auf dem Heimweg bei kaltem Wetter warm ein. Beim Versand richten Sie sich nach den Hinweisen des Anbieters. Verpackung und Zustellzeit hängen vom Anbieter ab.
Den schweren Stiel stützen
Der lange Stiel trägt große, schwere Blüten. Eine hohe, standfeste Vase verhindert, dass die Amaryllis kippt. Ist die Vase leicht, geben Sie ihr mit Steinen am Boden mehr Gewicht. Bei einem besonders langen oder kopflastigen Stiel hilft zusätzlich ein Blumenstab.
Das untere Stielende kann weich werden oder sich aufrollen. Schneiden Sie es mit einem sauberen, scharfen Messer frisch an und umwickeln Sie es mit Klebeband oder Bast. In einem Gesteck lässt sich vorsichtig ein dünner Holzstab in den hohlen Stiel schieben. Tragen Sie beim Schneiden am besten Handschuhe, denn Pflanzensaft kann die Haut reizen.
Amaryllis in der Vase pflegen
Füllen Sie die Vase nur mit wenig Wasser, etwa 10 bis 15 Zentimeter hoch. Steht der Stiel zu tief im Wasser, weicht er leichter auf. Erneuern Sie das Wasser alle paar Tage. Spülen Sie die Vase bei Bedarf aus. Wird das Wasser trüb, wechseln Sie es früher.
Amaryllis hält sich an einem kühlen Platz am besten. Eine Raumtemperatur von etwa 16 bis 20 Grad ist geeignet. Stellen Sie die Vase weder direkt neben eine Heizung noch in kalte Zugluft. Frisches Wasser, eine saubere Vase und ein neuer Anschnitt beim Wasserwechsel helfen, die Blume länger frisch zu halten.
Wie lange hält eine Schnitt-Amaryllis?
Eine Schnitt-Amaryllis bleibt bei guter Pflege oft etwa zwei Wochen frisch, in günstigen Bedingungen bis zu drei Wochen. Die genaue Dauer hängt unter anderem davon ab, wie frisch die Blume beim Kauf ist und wie warm sie steht.
Bei einer getopften Pflanze kann die Blüte bis zu vier Wochen anhalten. Für eine Schnittblume gilt diese Angabe nicht. Verblühte Einzelblüten können Sie entfernen, damit die übrigen Knospen sichtbar bleiben.
Amaryllis: Farben und Bedeutung
Amaryllis gibt es in Rot, Weiß, Rosa, Lachs, Orange, Gelb und Violett. Manche Blüten sind einfarbig, andere zeigen mehrere Farben oder eine Zeichnung. Rot wirkt klassisch festlich, Weiß fügt sich gut in eine helle, ruhige Dekoration ein. Die Farben prägen den Stil der Dekoration, stehen aber nicht für eine feste Botschaft.
Viele verbinden die Blume mit Stolz und Schönheit, manche auch mit Freundschaft und Zuneigung. Eine allgemein verbindliche Bedeutung gibt es jedoch nicht. Wenn Sie eine Amaryllis verschenken, können Sie die persönliche Botschaft deshalb besser mit einer Karte ausdrücken, statt sich auf eine vermeintlich eindeutige Blumensprache zu verlassen.
Amaryllis im Winterstrauß
Eine einzelne Amaryllis wirkt in einer hohen Vase klar und auffällig. Für einen weihnachtlichen Strauß eignen sich Tannen- oder Kiefernzweige. Weiteres Grün und Zapfen passen ebenfalls dazu. Setzen Sie die schweren Blüten eher in die Mitte und umgeben Sie sie mit leichterem Grün. So bekommt der Strauß Halt und die Blüten bleiben sichtbar.
Stabilisieren Sie den hohlen Stiel vor dem Binden mit Klebeband oder einem dünnen Stab. Achten Sie außerdem auf die Höhe der Vase: Ein gebundener Strauß mit langen Stielen braucht ein Gefäß, das sicher steht und ausreichend Halt gibt.
Die Zwiebel nach der Blüte pflegen
Bei einer getopften Amaryllis schneiden Sie den verblühten Blütenstiel ab. Grüne Blätter bleiben stehen, denn sie versorgen die Zwiebel mit Energie. Lassen Sie die Pflanze nach der Blüte weiterwachsen und pflegen Sie sie während der Wachstumszeit mit regelmäßigem Gießen und Düngen.
Später braucht die Zwiebel eine Ruhephase. Dann wird weniger oder gar nicht mehr gegossen und nicht weiter gedüngt. Wann die Ruhephase beginnt, hängt von der Pflegeanleitung ab. Für eine erneute Blüte zählt vor allem, dass Sie die grünen Blätter nicht vorzeitig entfernen und der Zwiebel anschließend eine Ruhezeit geben.
Amaryllis ist in allen Pflanzenteilen giftig. Stellen Sie Vase oder Topf deshalb so auf, dass kleine Kinder und Haustiere nicht daran gelangen. Wurde ein Pflanzenteil verschluckt, wenden Sie sich an eine Giftnotrufzentrale oder bei einem Tier an eine Tierarztpraxis.
Kernaussagen
- Wählen Sie nach dem Zweck: Eine Schnittblume schmückt sofort, eine getopfte oder unversiegelte Zwiebel eignet sich besser für die Weiterpflege.
- Stützen Sie den Stiel: Nutzen Sie eine hohe, schwere Vase und wickeln Sie das Stielende bei Bedarf mit Klebeband oder Bast um.
- Halten Sie Schnitt-Amaryllis kühl und feucht, aber nicht tief im Wasser: Wenig Wasser, ein sauberer Behälter und regelmäßiger Wasserwechsel tragen dazu bei, dass die Blume frisch bleibt.
- Rechnen Sie bei Schnittblumen mit etwa zwei bis drei Wochen: Eine getopfte Pflanze blüht unter passenden Bedingungen bis zu vier Wochen.
- Schützen Sie Kinder und Haustiere: Amaryllis ist in allen Teilen giftig und gehört außer Reichweite.
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