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Ausgefallene Blumensträuße verschenken

Rote Rosen sind der bekannteste Geschenkstrauß, aber nicht die einzige Wahl. Wenn Sie Blumen passend zur Person und zum Anlass verschenken möchten, bieten sich andere Blüten, ungewöhnliche Farben, viel Grün, Trockenblumen oder saisonale Sorten an. Ein solcher Strauß fällt auf, weil er zeigt, dass sich der Schenkende Gedanken gemacht hat. Die folgenden Ideen helfen bei der Wahl eines Straußes, der nicht nach Schema F aussieht.

Warum ausgefallene Blumensträuße persönlicher wirken

Blumen schenken ist eine alte Geste, die beiden Freude macht. Wenn Sie einen Strauß überreichen, freut sich der Empfänger, und auch Sie fühlen sich gut: Das Überraschen einer anderen Person macht zufrieden und verbindet. Schöne Blumen anzusehen aktiviert das Belohnungssystem im Gehirn. Die meisten Studien dazu drehen sich um Rosen, aber der Effekt hängt nicht an der Sorte.

Ein ausgefallener Strauß wirkt persönlicher als die erwartete Standardlösung. Wenn Sie statt der roten Rosen eine Zusammenstellung wählen, die zum Geschmack des Empfängers passt, zeigen Sie: Ich kenne dich. Genau diese persönliche Note bleibt in Erinnerung.

Was Blumensträuße ungewöhnlich macht

Der Unterschied entsteht selten durch eine einzelne exotische Blume. Meist sind es mehrere Elemente, die einen Strauß besonders machen:

  • Die Farbwahl: Ein Strauß in einer einzigen Farbe mit verschiedenen Blütenformen wirkt ruhig und edel, eine Mischung aus kräftigen Farben wirkt lebendig.
  • Die Bindeform: locker und natürlich gebunden statt rund und dicht, oder hoch und langstielig.
  • Die Materialien: Blattwerk, Gräser, Zweige, Beeren oder Früchte am Zweig ergänzen die Blüten.
  • Die Haltbarkeit: Trockenblumen und Gräser halten monatelang, Blumen mit festen Stielen länger als empfindliche Blüten.

Ein Strauß aus weißen Rosen, Ranunkeln und Eukalyptusblättern wirkt schlicht und hochwertig, obwohl er nur aus wenigen Sorten besteht. Ein herbstlicher Strauß mit Dahlien, Beeren und buntem Laub erzählt dagegen eine ganz andere Geschichte. Beide haben gemeinsam, dass sie nicht beliebig austauschbar sind.

Fünf ausgefallene Blumensträuße

Die folgenden Vorschläge lassen sich beim Floristen nachbinden; entscheidend ist die Kombination aus Blüten, Farben und Zusatzmaterial.

  • Der Monochrom-Strauß: Alle Blüten in derselben Farbe, aber in verschiedenen Formen, etwa Cremeweiß mit Rosen, Ranunkeln und Nelken. Der Strauß wirkt ruhig und edel und passt zu Menschen, die klare Farben mögen.
  • Der Wildblumenstrauß: Locker gebundene Wiesenblumen wie Margeriten, Schafgarbe und Kornblumen. Er sieht leicht und sommerlich aus und eignet sich für Geburtstage im Sommer oder einfach so.
  • Der Herbststrauß: Dahlien, Astern, Hagebutten und buntes Laub. Kräftige Farben und Beeren machen ihn zu einer guten Wahl für Einzüge, Erntedankfeste oder Besuche im Oktober.
  • Der Trockenstrauß: Gräser, Strohblumen und Statice halten viele Monate, brauchen kein Wasser und sind für Menschen gedacht, die keine Zeit für die Vase haben.
  • Der Kräuterstrauß: Rosmarin, Salbei und Minze zusammen mit Blüten duften kräftig und lassen sich nach dem Trocknen noch in der Küche verwenden. Er überrascht Kochbegeisterte und bringt ein Stück Garten in die Wohnung.

Saisonale und regionale Blumen

Nachhaltigkeit wird in der Floristik immer wichtiger. Dazu gehört die Slow-Flowers-Bewegung. Sie fördert Schnittblumen aus saisonalem und möglichst regionalem Anbau, statt Blumen zu kaufen, die um die halbe Welt geflogen werden. Regional gezogene Blumen sind frischer, halten in der Vase oft länger und verursachen weniger Transportwege.

Wenn Sie sich an der Jahreszeit orientieren, bekommen Sie beim Floristen die größte Auswahl: Tulpen und Narzissen im Frühjahr, Pfingstrosen im Mai und Juni, Dahlien im Spätsommer, Astern und Chrysanthemen im Herbst. Ein Strauß aus diesen Blumen ist in der Regel günstiger als eine Zusammenstellung mit importierten Sorten. Viele Floristen geben auf Nachfrage an, woher ihre Blumen stammen, und binden auf Wunsch einen Strauß ausschließlich aus regionalem Anbau.

Blumen frisch und passend verschenken

Ein frisch gebundener Strauß übersteht den Transport besser als einer, der den ganzen Tag in der Auslage stand. Lassen Sie den Strauß beim Floristen deshalb direkt anfertigen. Dazu gehört eine Verpackung, die die Blüten schützt und die Stiele feucht hält; viele Floristen bieten Papier ohne Folie an.

Zu Hause stellen Sie den Strauß in eine saubere Vase mit lauwarmem Wasser. Schneiden Sie die Stiele vorher schräg an und entfernen Sie Blätter, die im Wasser stehen würden. Frischhaltemittel aus dem Blumenladen verlängert die Haltbarkeit. Wer den Strauß verschenkt und nicht sicher ist, ob der Empfänger eine passende Vase besitzt, legt am besten eine einfache Glasvase dazu.

Denken Sie auch an den Empfänger: Stark duftende Blumen wie Lilien oder Hyazinthen belasten Allergiker, und ein Strauß mit vielen empfindlichen Blüten ist eine schlechte Wahl, wenn die Beschenkten erst am Abend nach Hause kommen. In diesem Fall sind Trockenblumen oder ein Strauß mit robusten Zweigen die bessere Lösung.


Anja Koehler

Ich bin Anja Koehler, Blumenliebhaberin auf Lebenszeit und Hobbygärtnerin. Ich liebe Blumen, weil sie mir helfen zu sehen, dass Schönheit in vielen Formen und Größen vorkommt. Es gibt keine universelle Definition von Schönheit.