Wählen Sie Blumen nach dem Geschmack der Schwangeren. Denken Sie an den Duft, bekannte Allergien und daran, wo die Blumen stehen sollen. Keine bestimmte Blume wird für jede Schwangerschaft medizinisch empfohlen.
Wenn Sie die Vorlieben nicht kennen, wählen Sie einen kleinen Strauß mit dezentem Duft. Bei einer Topfpflanze zählt auch, ob die Empfängerin sie pflegen möchte und beim Umtopfen Handschuhe tragen kann.
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Blumenduft dezent wählen
Manche Schwangere reagieren empfindlich auf Gerüche. Bestimmte Düfte können Übelkeit auslösen; intensive Pflanzendüfte reizen außerdem bei empfindlichen Atemwegen. Eine Reaktion auf Gerüche ist nicht automatisch eine Pollenallergie. Hyazinthen können in Innenräumen beispielsweise stark duften. Auch der Duft von Rosen hängt von der Sorte ab.
Wenn Sie die Vorlieben nicht kennen, fragen Sie kurz nach oder bitten Sie beim Kauf um eine duftarme Zusammenstellung. Bei aktueller Übelkeit oder bekannten Atemwegsproblemen ist Nachfragen besonders sinnvoll. Wählen Sie nicht allein nach der Farbe: Auch eine optisch zurückhaltende Blüte kann kräftig duften.
Allergien richtig einschätzen
Eine Pollenallergie bedeutet nicht automatisch, dass ein Schnittblumenstrauß Beschwerden auslöst. Viele auffällige Zierblumen werden von Insekten bestäubt. Dabei gelangt der Pollen meist weniger leicht in die Luft als bei Pflanzen, die der Wind bestäubt. Schnittblumen gelten deshalb für Pollenallergiker im Allgemeinen nicht als typisches Heuschnupfen- oder Asthmarisiko.
Trotzdem gibt es individuelle Ausnahmen. Auch Hautreaktionen nach direktem Kontakt und Beschwerden durch starke Düfte sind möglich. Wenn eine Allergie bekannt ist, fragen Sie nach dem konkreten Auslöser und wählen Sie keine Sorte, die damit in Verbindung steht. Es gibt keine Blume, die für alle Menschen allergiefrei ist.
Giftige Pflanzen im Haushalt
Bei Pflanzen zählt die genaue Art und wie jemand mit ihr in Kontakt kommt. Für Haushalte mit kleinen Kindern ist vor allem wichtig, dass keine Pflanzenteile in den Mund gelangen. Rosen, Stiefmütterchen und Veilchen werden als ungiftig eingeordnet. Oleander, Maiglöckchen, Eibe, Fingerhut und Wolfsmilch-Arten gelten dagegen als giftig. Dieffenbachie, Flamingoblume, Efeutute, Fensterblatt und Philodendron können Haut oder Schleimhäute reizen.
Fragen Sie beim Kauf nach dem Namen der Pflanze und geben Sie ihn beim Verschenken weiter. Stellen Sie giftige oder reizende Pflanzen in einem Haushalt mit kleinen Kindern außer Reichweite. Wurde eine Pflanze gegessen, finden Sie heraus, um welche Art es sich handelt und wie viel davon aufgenommen wurde. Teilen Sie diese Angaben einem regionalen Giftinformationszentrum mit. Lösen Sie kein Erbrechen aus und geben Sie keine Milch.
Topfpflanzen und Blumenerde
Eine Topfpflanze ist während der Schwangerschaft nicht grundsätzlich ungeeignet. Beim Umtopfen und bei Arbeiten mit Erde ist jedoch Vorsicht sinnvoll: Erde kann Toxoplasmen enthalten. Das sind Parasiten, die Toxoplasmose auslösen können. Handschuhe schützen vor direktem Erdkontakt. Danach sollten die Hände gründlich gewaschen werden.
Wenn Sie eine Topfpflanze verschenken, wählen Sie eine Art, die zur Wohnung und zum Pflegealltag passt. Ein kurzer Hinweis auf Handschuhe beim Umtopfen ist hilfreich. Wer die Pflanze nur aufstellt, kommt nicht wie beim Arbeiten in Erde direkt mit Erde in Kontakt.
Blumen passend zum Anlass verschenken
Sie können einen Strauß zur Babyparty, zur Schwangerschaftsankündigung, zum Geburtstag oder als persönlichen Gruß während der Schwangerschaft verschenken. Auch zur Geburt oder bei einem späteren Besuch zu Hause sind Blumen ein mögliches Geschenk. Lieblingsblumen und Lieblingsfarben der Empfängerin sind dabei ein besserer Anhaltspunkt als feste Regeln zur Symbolik.
Für eine Lieferung ins Krankenhaus fragen Sie vorher die Schwangere oder die Station, ob Blumen erwünscht sind. Die Regeln unterscheiden sich je nach Klinik und Station. Klären Sie beim Versand auch die Lieferadresse und den Ort, an dem jemand die Blumen entgegennehmen kann. Fragen Sie nach Duftempfindlichkeit, Allergien und Pflanzenart. So vermeiden Sie eher eine unpassende Überraschung.
Kernaussagen
- Fragen Sie nach Vorlieben: Wenn Sie den Geschmack nicht kennen, wählen Sie einen kleinen Strauß mit dezentem Duft.
- Unterscheiden Sie Allergien: Pollen, Hautkontakt und intensive Düfte können unterschiedliche Beschwerden auslösen.
- Klären Sie die Pflanzenart: Nennen Sie sie beim Geschenk und halten Sie giftige oder reizende Pflanzen von kleinen Kindern fern.
- Beachten Sie Erde bei Topfpflanzen: Handschuhe beim Umtopfen und gründliches Händewaschen sind sinnvolle Vorsichtsmaßnahmen.
- Prüfen Sie den Empfangsort: Fragen Sie vor einer Lieferung in die Klinik bei der Empfängerin oder der Station nach.
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