Nach der Hochzeit können Sie den Brautstrauß lufttrocknen, einzelne Blüten pressen oder in ein flaches Bild verwandeln. Lufttrocknen bewahrt die räumliche Form des Straußes; gepresste Blüten eignen sich für Bilder und Karten. Wenn Sie Blüten in Harz einschließen möchten, müssen sie vollständig getrocknet sein.
Beginnen Sie möglichst bald nach der Feier. Wenn Sie einen Dienstleister beauftragen möchten, kontaktieren Sie ihn schon vor der Hochzeit. Die Frist für die Blumenübergabe hängt vom Anbieter ab.
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Wann Sie den Brautstrauß konservieren sollten
Fürs Trocknen zu Hause beginnen Sie am besten direkt nach der Feier. Verwelkte oder beschädigte Blüten sehen auch getrocknet meist weniger schön aus. Wenn ein Dienstleister den Strauß konserviert, klären Sie vorab, wann und in welchem Zustand er ihn annehmen kann. Anbieter nennen zum Beispiel Fristen von zwei bis drei oder drei bis fünf Tagen. Das sind individuelle Vorgaben, keine einheitliche Branchenfrist.
Fragen Sie den Anbieter auch, wie Sie den Strauß bis zur Übergabe lagern und verpacken sollen. Die Empfehlungen unterscheiden sich. Eine allgemeine Versand- oder Lagerregel passt deshalb nicht für jeden Auftrag.
Einen Brautstrauß lufttrocknen
Lufttrocknen ist die einfachste Methode, wenn der Strauß seine räumliche Form behalten soll. Entfernen Sie Blätter am unteren Teil der Stiele. Bündeln Sie den Strauß locker. Hängen Sie ihn kopfüber an einem trockenen, dunklen und gut belüfteten Ort auf. Direkte Sonne lässt Farben verblassen, und feuchte Räume begünstigen Schimmel.
Für geeignete Blumen dauert die Trocknung häufig zwei bis drei Wochen. Ein ganzer Brautstrauß kann auch ein bis zwei Monate brauchen. Die Dauer hängt von der Größe und Zusammensetzung des Straußes ab. Auch die Luftfeuchtigkeit beeinflusst sie. Prüfen Sie daher, ob auch dickere Blütenteile trocken sind, bevor Sie den Strauß abnehmen.
Beim Trocknen schrumpfen die Blüten oder verändern ihre Form. Auch ihre Farben können dunkler werden. Weiße Blüten nehmen mitunter einen cremefarbenen oder bräunlichen Ton an. Rosen und Dahlien lassen sich zum Beispiel gut trocknen. Auch Pfingstrosen, Schleierkraut und Strohblumen eignen sich dafür. Blüten mit viel Feuchtigkeit, etwa Tulpen und Krokusse, lassen sich schwerer trocknen. Wenn Sie den Strauß schon beim Floristen zusammenstellen lassen, fragen Sie, welche enthaltenen Sorten sich voraussichtlich gut trocknen lassen.
Einzelne Blüten mit Silicagel trocknen
Silicagel, auch Kieselgel genannt, ist ein Granulat, das Feuchtigkeit aufnimmt und sich besonders für einzelne Blüten eignet, deren räumliche Form möglichst gut erhalten bleiben soll. Die Trocknung dauert bei einzelnen Blüten ungefähr zwei bis sieben Tage; dickere Blüten brauchen länger. Für einen ganzen Strauß ist die Methode aufwendiger, weil die Blüten meist einzeln behandelt werden müssen.
Legen Sie die Blüten mit Abstand in einen geeigneten Behälter und geben Sie das Granulat vorsichtig zwischen und über die Blütenblätter. So stützt es die Form, während es Feuchtigkeit aufnimmt. Nehmen Sie die Blüten nicht zu früh heraus, sonst hängen die Blütenblätter möglicherweise herab. Zu langes Trocknen macht sie spröde. Entfernen Sie Granulatreste anschließend vorsichtig mit einem weichen Pinsel.
Auch Silicagel macht die Blüten nicht wieder frisch oder biegsam. Die getrockneten Teile bleiben empfindlich und können sich in Farbe und Form verändern.
Blüten für Bilder und Karten pressen
Pressen eignet sich, wenn Sie einzelne Blüten oder Blätter flach in einem Rahmen, einer Karte oder einem Album arrangieren möchten. Ein großer Strauß lässt sich so nicht als Ganzes in seiner räumlichen Form erhalten. Bei einer Rose können Sie zum Beispiel einzelne Blütenblätter statt der ganzen Blüte pressen.
Verwenden Sie nur Blüten ohne sichtbare Feuchtigkeit und legen Sie sie zwischen saugfähiges Papier. Beschweren Sie das Papier gleichmäßig in einem dicken Buch oder verwenden Sie eine Blumenpresse. Wechseln Sie das Papier, sobald es Feuchtigkeit aufgenommen hat. Die Trocknung dauert ungefähr drei Wochen, bei feuchtem oder voluminösem Pflanzenmaterial auch länger. Nehmen Sie die Blüten erst heraus, wenn sie vollständig trocken sind.
Getrocknete Blüten in Harz einschließen
Epoxidharz ist ein Kunstharz, das nach dem Mischen seiner Bestandteile aushärtet. Es kann getrocknete Blüten in einem Schmuck- oder Dekorationsstück einschließen. Frische Blumen direkt in Harz zu gießen, funktioniert nicht zuverlässig: Eingeschlossene Feuchtigkeit kann Trübungen, Verfärbungen oder Verderben begünstigen.
Trocknen Sie die Blüten daher vollständig, auch an dickeren Stellen. Farbe und Form können sich während der Vorbereitung verändern. Anbieter beschreiben dafür unterschiedliche Verfahren und Ergebnisse; ein unveränderter Farbton lässt sich nicht allgemein zusichern.
Beim Selbergießen beachten Sie die Sicherheits- und Mischhinweise des konkreten Produkts. Bestandteile von Epoxidharz, die noch nicht ausgehärtet sind, können die Haut empfindlicher machen und allergische Reaktionen auslösen. Vermeiden Sie Hautkontakt, bis das Harz vollständig ausgehärtet ist. Wenn Sie sich den Umgang damit nicht zutrauen, geben Sie die getrockneten Blüten einem Dienstleister.
Den passenden Dienstleister finden
Dienstleister verwenden unterschiedliche Verfahren. Einige pressen Blüten und arrangieren sie in einem Rahmen. Andere trocknen sie mit Silicagel oder Gefriertrocknung und verarbeiten sie anschließend weiter, zum Beispiel in Harz. Bei der Gefriertrocknung werden Blumen gefroren und anschließend unter besonderen Bedingungen getrocknet. Jeder Anbieter arbeitet anders und erzielt andere Ergebnisse.
Fragen Sie vor der Buchung, welches Verfahren zum gewünschten Erinnerungsstück passt und ob der Anbieter den ganzen Strauß oder nur ausgewählte Blüten erhält. Lassen Sie sich außerdem erklären, welche Farb- und Formveränderungen zu erwarten sind, wie Sie die Blumen bis zur Übergabe behandeln sollen und bis wann sie dort sein müssen. Wie lange die Arbeit dauert, hängt vom Auftrag und vom Verfahren ab.
Welche Methode passt zu Ihrem Brautstrauß?
- Beginnen Sie früh: Trocknen Sie den Strauß möglichst direkt nach der Hochzeit. Klären Sie die Annahmefrist eines Dienstleisters am besten schon vor der Feier.
- Wählen Sie nach dem gewünschten Erinnerungsstück: Lufttrocknen erhält den räumlichen Eindruck des Straußes, Pressen eignet sich für flache Bilder und einzelne Blüten lassen sich gut mit Silicagel trocknen.
- Rechnen Sie mit Veränderungen: Getrocknete Blumen schrumpfen oder verändern ihre Farbe und bleiben empfindlich.
- Trocknen Sie vor dem Gießen vollständig: Harz ersetzt die Trocknung nicht. Vermeiden Sie beim Selbergießen Hautkontakt mit nicht ausgehärtetem Epoxidharz.
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