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Feuchtigkeit und Schimmel am Gartenhaus: Probleme lösen

Wenn das Holz am Gartenhaus feucht bleibt, können Schimmel und andere Pilze wachsen. Der sichtbare Fleck zeigt, wo das Holz feucht ist, aber nicht, woher die Nässe kommt. Wasser dringt zum Beispiel durch ein undichtes Dach oder einen feuchten Bodenanschluss ein. Im Inneren entsteht Feuchtigkeit auch als Kondenswasser.

Finden Sie zuerst heraus, woher die Feuchtigkeit kommt, und stoppen Sie den Eintrag, bevor Sie den Befall entfernen. Ein neuer Anstrich oder häufigeres Lüften behebt weder ein undichtes Dach noch eine dauerhaft nasse Schwelle.

Finden Sie die Ursache der Feuchtigkeit

Achten Sie darauf, wo der Schaden sitzt und wann er auffällt. Feuchte Stellen nach Regen sprechen dafür, das Dach zu prüfen. Sehen Sie sich dabei auch die Wandanschlüsse und den Wasserablauf an. Schäden nahe dem Boden sprechen dafür, Spritzwasser und den Sockel zu prüfen. Kontrollieren Sie außerdem den Fußbodenaufbau. Feuchte Luft und beschlagene Oberflächen können auf Kondensation hinweisen.

Kontrollieren Sie auch den Untergrund: Steht das Gartenhaus noch eben, oder ist der Boden darunter abgesackt? Bleibt Wasser an einer Schwelle stehen? Berührt Holz dauerhaft die Erde? Notieren Sie, wo das Holz nach Regen nass ist und ob es zwischen den Regenfällen abtrocknet. So können Sie die Ursache eingrenzen, bevor Sie Bauteile öffnen oder überstreichen.

Die Farbe eines Flecks reicht nicht aus, um die Art des Pilzbefalls zu bestimmen. Schimmel und holzzerstörende Pilze sind nicht dasselbe. Wenn Holz weich wird, sich verformt oder sichtbar tiefer geschädigt ist, sollte eine Fachperson den Zustand beurteilen.

Prüfen Sie Boden und Sockel

Ein häufiger Baufehler ist ein unebener oder nicht tragfähiger Untergrund. Gibt der Boden nach, können sich Bauteile verziehen und Anschlüsse öffnen. Auch Holz, das dauerhaft feuchten Boden berührt oder an einer Stelle liegt, an der Wasser stehen bleibt, ist gefährdet.

Prüfen Sie die Montageanleitung und den Fundamentplan Ihres Gartenhauses, bevor Sie den Bodenaufbau ändern. Eine Trennlage, eine Unterlüftung oder eine Abdichtung muss zur Konstruktion passen. Bei manchen Aufbauten kann Feuchtigkeit über einen offenen Bereich abtrocknen; andere brauchen eine passende Abdichtung. Welche Lösung passt, hängt von der Konstruktion ab.

Wenn Wasser an der Schwelle steht, beseitigen Sie zuerst den Grund dafür. Leiten Sie Oberflächenwasser vom Haus weg und sorgen Sie dafür, dass Holz nicht dauerhaft im Spritzwasser liegt. Ein Anstrich schützt keinen Anschluss, an dem Wasser immer wieder eindringt.

Leiten Sie Regenwasser weg

Wasser kann durch undichte Dachanschlüsse oder offene Überlappungen eindringen. Auch ein ungeeignetes Gefälle kann Wasser ins Gartenhaus leiten. Kontrollieren Sie nach Regen die Dachfläche. Prüfen Sie dabei auch die Anschlüsse. Beobachten Sie außerdem, wohin das Wasser an der Dachkante läuft und ob es an Wand oder Sockel abtropft.

Richten Sie Dachaufbau und Gefälle nach den Vorgaben für das verwendete Dachmaterial aus, statt das Gefälle zu schätzen, denn die Anforderungen hängen vom Material und der Konstruktion ab. Prüfen Sie auch Rinne und Fallrohr, falls vorhanden, und leiten Sie das Wasser vom Haus weg. Bleibt die unterste Bohle nass, prüfen Sie den Bodenanschluss und Spritzwasser, statt die Bohle einfach zu überstreichen.

Lüften Sie passend

Lüften hilft, wenn Feuchtigkeit aus der Innenluft an kühlen Oberflächen kondensiert. Es beseitigt jedoch weder ein undichtes Dach noch Feuchtigkeit, die aus dem Boden oder durch eine nasse Schwelle kommt. Stoppen Sie solche Einträge zuerst.

Ob Lüften die Luft tatsächlich trocknet, hängt auch von der Außenluft ab. Feuchtigkeit wird nur abgeführt, wenn die Außenluft weniger Wasser enthält als die Innenluft. Übernehmen Sie keine festen Lüftungszeiten oder Zielwerte aus Wohnraumratgebern: Ein unbeheiztes, nur gelegentlich genutztes Gartenhaus hat andere Bedingungen.

Beseitigen Sie den Befall sicher

Das Umweltbundesamt nennt für Innenräume einen kleinen, oberflächlichen Befall von weniger als 0,5 Quadratmetern. Unter bestimmten Voraussetzungen können Betroffene ihn selbst reinigen. Das gilt nur, wenn Sie weder eine Schimmelpilzallergie noch eine chronische Atemwegserkrankung haben und auch Ihr Immunsystem nicht geschwächt ist. Diese Orientierung gilt nicht speziell für Gartenhäuser und entscheidet nicht allein darüber, ob sich eine Holzbohle retten lässt.

Bei größerem oder wiederkehrendem Befall sollten Sie fachliche Hilfe holen. Das gilt auch bei unklarer Ursache oder sichtbar geschädigtem Holz. Das gilt auch, wenn Sie gesundheitlich zu einer Risikogruppe gehören. Entfernen Sie einen kleinen oberflächlichen Befall erst, wenn die Feuchteursache behoben ist, und richten Sie sich bei der Reinigung nach den passenden Empfehlungen für das betroffene Material. Ein Mittel, das für eine bestimmte Oberfläche gedacht ist, eignet sich nicht automatisch für unbehandeltes Holz.

Schützen Sie das Holz dauerhaft

Holz im Freien ist Regen und Kondenswasser ausgesetzt. Es muss deshalb so eingebaut sein, dass Wasser ablaufen und das Material wieder trocknen kann. Prüfen Sie Beschichtungen regelmäßig auf Risse und andere Schäden. Erneuern Sie sie nach den Pflegehinweisen des Herstellers, wenn die Oberfläche beschädigt ist.

Ein Anstrich ersetzt keine funktionierende Dachkante, keinen passenden Sockel und keinen Bodenaufbau, der wieder trocknen kann. Wenn Wasser richtig abläuft und die Anschlüsse dicht sind, schützt die Beschichtung das Holz. Ohne diese Reparaturen verdeckt sie den Schaden höchstens vorübergehend.


Anja Koehler

Ich bin Anja Koehler, Blumenliebhaberin auf Lebenszeit und Hobbygärtnerin. Ich liebe Blumen, weil sie mir helfen zu sehen, dass Schönheit in vielen Formen und Größen vorkommt. Es gibt keine universelle Definition von Schönheit.