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Kosten und Planung für eine Fassadenbegrünung

Kletterpflanzen an der Fassade verschatten die Wand, kühlen das Haus und bieten Insekten Lebensraum. Viele Hausbesitzer zögern, weil sie Schäden am Mauerwerk oder Schimmel unter dem Blattwerk befürchten. Ob diese Risiken eintreten, hängt davon ab, wie Sie die Pflanzen befestigen und welche Pflanzen Sie wählen. Diese Entscheidungen bestimmen auch Arbeitsaufwand, Kosten und Zeit bis zur fertigen Begrünung.

Die Wand zuerst prüfen

Bevor Sie eine Pflanze kaufen, kontrollieren Sie die Fassade. Eine intakte Wand verträgt Kletterpflanzen gut. Risse, loser Putz oder beschädigte Fugen sind ein anderes Problem: Wurzeln und Ranken dringen in die Spalten ein und weiten sie. Prüfen Sie deshalb den Putz, die Fugen und die Bereiche um Fenster und Türen. Reparieren Sie Schäden, bevor Sie pflanzen. Eine beschädigte Fassade sollten Sie erst begrünen, wenn sie instand gesetzt ist.

Selbstkletterer oder Gerüstpflanze

Diese Entscheidung bestimmt, wie Sie weiter vorgehen. Selbstkletterer wie Efeu oder Wilder Wein halten sich mit Haftwurzeln oder Haftscheiben selbst an der Wand. Sie brauchen keine Stütze, sind aber später schwer zu entfernen und hinterlassen Spuren am Putz. Gerüstpflanzen wie Clematis oder Kletterrosen brauchen eine Stützkonstruktion: ein Spalier, Drahtseile oder einen Holzrahmen. Die Stütze hält die Pflanze einige Zentimeter von der Wand entfernt, sodass Luft hinter dem Blattwerk zirkulieren kann. Das senkt das Risiko, dass sich Feuchtigkeit und Schimmel bilden.

Befestigungsmethoden im Vergleich

Für Gerüstpflanzen gibt es mehrere Möglichkeiten. Ein Holzspalier, das Sie an die Wand schrauben, ist die klassische Lösung. Drahtseilsysteme sind unauffälliger und eignen sich für große Flächen. Vorgezogene Hecken-Systeme, also Paneele mit bereits groß gewachsenen Pflanzen, wie sie etwa Mobilane anbietet, liefern sofortigen Sichtschutz und sind bis zu drei Meter hoch erhältlich. Sie funktionieren sowohl beim Neubau als auch an bestehenden Wänden. Der Vorteil: Sie warten nicht Jahre, bis die Pflanze die Wand bedeckt. Der Nachteil: Die Anschaffung kostet mehr als ein Spalier mit jungen Pflanzen.

Zeitaufwand und Pflege

Sobald Selbstkletterer angewachsen sind, brauchen sie wenig Pflege. Sie kontrollieren hauptsächlich das Wachstum, damit die Pflanze nicht in Fenster, Dachrinnen oder unter die Dachziegel wächst. Gerüstpflanzen verlangen mehr Aufmerksamkeit: Sie müssen die Triebe regelmäßig an der Stütze festbinden, zurückschneiden und die Konstruktion kontrollieren. Die ersten Jahre sind die arbeitsreichsten. Eine junge Pflanze braucht je nach Art und Standort mehrere Jahre, bis sie eine Wand bedeckt. Wer schnell eine grüne Fassade möchte, wählt ein vorgezogenes System.

Kostenfaktoren

Einen festen Preis gibt es nicht, weil die Spanne zu groß ist. Die wichtigsten Faktoren sind die Pflanzenart, das Befestigungssystem, die Größe der Wand und ob Sie selbst arbeiten oder eine Fachfirma beauftragen. Ein einfaches Spalier mit einigen jungen Pflanzen ist die günstigste Variante. Drahtseilsysteme und vorgezogene Hecken-Paneele kosten mehr. Die laufenden Kosten sind bei Selbstkletterern niedrig, bei Gerüstpflanzen höher, weil der Rückschnitt regelmäßig anfällt. Holen Sie bei einer Fachfirma mehrere Angebote ein und fragen Sie, was im Preis enthalten ist: Pflanzen, Stützkonstruktion, Montage und die Pflege im ersten Jahr.

Planung in Schritten

So planen Sie die Begrünung: Wand prüfen, Pflanze nach Ausrichtung und gewünschtem Bild wählen, Befestigungsmethode festlegen, dann Boden oder Pflanzgefäße vorbereiten. Die Ausrichtung der Wand spielt eine Rolle: Eine Südwand wird heiß und trocken, eine Nordwand bleibt feucht. Wählen Sie die Pflanze entsprechend. Prüfen Sie außerdem den Abstand zum Nachbargrundstück und die örtlichen Bauvorschriften, bevor Sie beginnen. Wenn Sie später die Fassade streichen oder reparieren, müssen Sie bei Selbstkletterern die Pflanze entfernen. Planen Sie diesen Fall von Anfang an mit ein.


Anja Koehler

Ich bin Anja Koehler, Blumenliebhaberin auf Lebenszeit und Hobbygärtnerin. Ich liebe Blumen, weil sie mir helfen zu sehen, dass Schönheit in vielen Formen und Größen vorkommt. Es gibt keine universelle Definition von Schönheit.