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Typische Fehler beim Bau von Gartenhäusern vermeiden

Ein Gartenhaus aus Holz bietet Platz zum Ausruhen, Lesen oder Gärtnern. Legen Sie früh fest, wofür Sie es nutzen, und berücksichtigen Sie bei der Planung den Untergrund und die Feuchtigkeit. Beachten Sie außerdem die örtlichen Bauvorschriften. Ein schiefes Fundament oder Wasser, das am Holz stehen bleibt, führt später zu Problemen.

Nutzung und Regeln klären

Entscheiden Sie zuerst, ob das Haus Gartengeräte aufnehmen oder als gelegentlicher Freizeitort dienen soll. Welche Konstruktion passt und welche Regeln gelten, richtet sich nach der Größe und Ausstattung des Hauses. Auch die Nutzung spielt dabei eine Rolle. Wenn Sie sich regelmäßig im Gartenhaus aufhalten möchten, planen Sie den nötigen Komfort von Anfang an ein.

Prüfen Sie auch bei kleinen Gartenhäusern, ob eine Genehmigung nötig ist. Welche Regeln gelten, richtet sich nach dem Bundesland. Auch die Lage des Grundstücks und seine Nutzung spielen eine Rolle. In Kleingärten begrenzt das Bundeskleingartengesetz die Laube auf 24 m² einschließlich überdachtem Freisitz. Außerdem darf sie sich nicht zum dauerhaften Wohnen eignen. Für andere Grundstücke gelten weitere Vorgaben. Fragen Sie vor dem Kauf bei der örtlichen Baubehörde nach. In einem Kleingarten klären Sie zusätzlich die Regeln des Vereins.

Gartenhaus-Fundament passend auswählen

Ein unebenes oder ungeeignetes Fundament erschwert den gesamten Aufbau. Türen und Fenster passen dann möglicherweise nicht richtig, und die Wände lassen sich schlechter ausrichten. Welche Fundamentart infrage kommt, hängt unter anderem von der Größe des Hauses und seiner Nutzung ab. Auch der Boden beeinflusst die Wahl. Für kleinere Häuser kommen beispielsweise verdichteter Kies oder Gehwegplatten infrage; größere Modelle können ein Punkt-, Streifen- oder Plattenfundament erfordern.

Richten Sie sich nach dem Fundamentplan des konkreten Gartenhauses. Der Untergrund muss tragfähig und eben sein. Prüfen Sie beim Aufbau außerdem, ob der Rahmen rechtwinklig liegt: Messen Sie dafür die beiden Diagonalen. Sind sie gleich lang, ist der Rahmen rechtwinklig ausgerichtet. Lassen Sie sich bei größeren Bauten oder unsicherem Baugrund fachlich beraten.

Holz vor Feuchtigkeit schützen

Ein Anstrich allein hält ein Gartenhaus nicht dauerhaft trocken. Regenwasser muss ablaufen können, und die Holzteile müssen nach dem Nasswerden wieder trocknen. Halten Sie die Holzteile vom Erdreich fern und schützen Sie Schnittkanten sowie Verbindungen. Hinter der Außenverkleidung muss Luft zirkulieren können.

Auch Spritzwasser vom Boden belastet das Holz. Je nach Bodenbeschaffenheit empfiehlt der Deutsche Holzschutzverband als Richtwert mindestens 30 cm Abstand zwischen dem Boden und der Unterkante der Holzkonstruktion. Prüfen Sie, ob dieser Abstand zu Ihrem Standort und der Bauweise passt. Manche Hersteller nennen weitere Details für ihre Bausätze: Ein Hersteller empfiehlt etwa eine Tropfkante von ungefähr 5 mm und Feuchtigkeitssperren unter den Lagerhölzern. Diese Maße gelten nur für den jeweiligen Aufbauplan und sind keine allgemeine Vorgabe.

Lieferung und Montage prüfen

Prüfen Sie die gelieferten Teile anhand der Stückliste, bevor Sie mit dem Aufbau beginnen. Melden Sie beschädigte oder fehlerhafte Bauteile vor der Montage. Nach dem Einbau lassen sie sich schwerer austauschen.

Lagern Sie die Holzteile bis zum Aufbau auf Lagerhölzern oder Paletten und schützen Sie sie vor Regen. Ein Hersteller rät davon ab, Bohlen direkt auf Gras oder staubigem Boden abzulegen. Befolgen Sie auch die Lagerhinweise in der Anleitung: Je nach Produkt soll das Holz im Freien bleiben, damit es in geschlossenen Räumen nicht zu stark austrocknet und sich verzieht.

Die Kanten von Nut-und-Feder-Bohlen greifen ineinander. Legen Sie beim Zusammenfügen ein Schlagholz zwischen Hammer und Bohle, damit die Verbindung nicht beschädigt wird. Richten Sie den Rahmen sorgfältig aus, bevor Sie Wände und Dach befestigen. Kleine Ungenauigkeiten am Anfang erschweren später, Türen, Fenster und Dachteile einzupassen.

Dach und Verankerung planen

Das Dach muss Regen zuverlässig ableiten. Ein passendes Gefälle, Tropfkanten und eine richtig montierte Dachrinne sorgen dafür, dass Wasser abläuft und nicht an der Konstruktion stehen bleibt oder immer wieder über dieselben Stellen läuft. Folgen Sie beim Dachaufbau der Anleitung des Bausatzes und richten Sie die Rinne so aus, dass das Wasser abfließt.

Planen Sie auch die Befestigung am Fundament. An einem Standort mit starkem Wind können Sturmwinkel nötig sein. Welche Verankerung passt, hängt vom Gartenhaus, dem Fundament und den örtlichen Bedingungen ab. Verwenden Sie deshalb keine pauschale Befestigungslösung, sondern stimmen Sie die Verbindung auf das konkrete Modell ab.


Anja Koehler

Ich bin Anja Koehler, Blumenliebhaberin auf Lebenszeit und Hobbygärtnerin. Ich liebe Blumen, weil sie mir helfen zu sehen, dass Schönheit in vielen Formen und Größen vorkommt. Es gibt keine universelle Definition von Schönheit.