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Warum kosten dieselben Blumen am Valentinstag deutlich mehr als sonst?

Ich liebe Tulpen und Rosen und wollte meiner Frau genau diese Blumen zum Valentinstag kaufen. Dabei ist mir aufgefallen, dass dieselben Sträuße deutlich teurer sind als noch vor ein paar Tagen. Warum kosten dieselben Blumen am Valentinstag so viel mehr, sind sie doch dieselbe Ware?

Redaktion Blumenversand24

Am Valentinstag kosten Rosen und Sträuße oft mehr als an gewöhnlichen Tagen. Viele kaufen gleichzeitig dieselben gefragten Sorten, während Floristinnen und Floristen frische Ware nur begrenzt lagern und kurzfristig nachbestellen können. Wenn Blumenläden mehr für Blumen, Transport und Beschaffung zahlen, steigen dadurch teilweise auch die Ladenpreise.

Wie stark die Preise steigen, richtet sich nach der Sorte und dem Einkaufstag. Auch die Kalkulation des Geschäfts spielt eine Rolle. Einen einheitlichen Valentinstagsaufschlag gibt es nicht.

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Viele kaufen dieselben Blumen

Rote Rosen gehören zu den typischen Geschenken zum Valentinstag. Wenn sich die Nachfrage auf wenige Tage konzentriert, müssen Blumenläden mehr Ware für einen kurzen Verkaufszeitraum beschaffen. Dadurch können Blumen knapper und im Großhandel teurer werden.

Der Fachverband Deutscher Floristen berichtete nach dem Valentinstag 2023, dass 97 Prozent der befragten Mitglieder in Nordrhein-Westfalen sehr hohe Einkaufspreise meldeten. Ein Drittel gab an, weniger Ware als in den Vorjahren erhalten zu haben. Die Befragung zeigt, was Floristinnen und Floristen in dieser Region erlebten. Sie ist keine repräsentative Erhebung für alle Blumenläden in Deutschland.

Frische Blumen brauchen Planung

Schnittblumen halten sich nur begrenzte Zeit. Floristinnen und Floristen müssen den Einkauf so planen, dass die Blumen rechtzeitig ankommen und bis zum Verkauf frisch bleiben. Ein großer Vorrat, der mehrere Wochen auf den Valentinstag wartet, ist deshalb keine einfache Lösung für die kurzfristig steigende Nachfrage.

Viele Blumen kommen zudem über internationale Lieferketten. In Baden-Württemberg stammten von Januar bis November 2024 mehr als 86 Prozent der importierten frischen Schnittblumen aus den Niederlanden; Kenia war das zweitwichtigste Herkunftsland. Diese Zahlen gelten für Baden-Württemberg und den genannten Zeitraum, nicht für ganz Deutschland. Sie zeigen, welche Rolle Herkunft und Transport für den Blumenhandel spielen.

Der Blumen-Groß- und Importhandel nennt neben höheren Einkaufspreisen auch Fracht-, Logistik- und Energiekosten als mögliche Gründe für höhere Kosten. Daraus geht nicht hervor, wie stark diese Kosten den Preis eines bestimmten Straußes beeinflussen.

Der Ladenpreis steigt nicht automatisch gleich stark

Wenn Floristinnen und Floristen mehr für Blumen bezahlen, geben sie die Mehrkosten nicht zwingend vollständig weiter. Manche Betriebe übernehmen einen Teil selbst, etwa um Stammkundschaft nicht durch höhere Preise zu verlieren. Branchenbefragungen aus den Jahren 2022 und 2023 zeigen beide Fälle: Manche Betriebe gaben gestiegene Einkaufspreise teilweise weiter, andere übernahmen einen Teil der Mehrkosten selbst. Daraus lässt sich keine allgemeine Regel für den gesamten deutschen Einzelhandel ableiten.

Auch ein Preisvergleich ist nur fair, wenn die Sträuße wirklich vergleichbar sind. Zur gleichen Blumensorte können sich Anzahl und Länge der Stiele, Qualität, Beiwerk, Verpackung und Bindearbeit unterscheiden. Bei Liefersträußen kommen außerdem Lieferkosten oder weitere Leistungen hinzu.

Nicht jede Sorte wird teurer

Der Valentinstag wirkt sich je nach Sorte und Einkaufstag unterschiedlich aus. In einem Bericht des Blumen-Groß- und Importhandels stiegen zeitweise die Preise für andere Blumen wie Tulpen und Chrysanthemen. Gleichzeitig sank der Preis für rote Rosen an einer Versteigerung am letzten Einkaufstag vor dem Valentinstag. Dieses Beispiel zeigt, dass ein einzelner Verlauf keine allgemeine Preisregel für jedes Jahr ist.

Auch Vorbestellungen führen nicht automatisch zu einem niedrigeren Preis für Sie. Sie helfen dem Blumenladen, die gewünschte Ware und Menge besser einzuplanen. Der Fachverband Deutscher Floristen berichtete 2024, dass frühe Rosenbestellungen einzelnen Betrieben halfen, ihren Einkaufspreis festzulegen. Ein garantierter Preisvorteil für Kundinnen und Kunden folgt daraus nicht.

Was Preisstatistiken zum Valentinstag aussagen

Das Statistische Bundesamt meldete für Februar 2023 einen durchschnittlichen Preis für Schnittblumen, der 3,0 Prozent über dem Jahresdurchschnitt 2023 lag. Das beschreibt einen Monatsvergleich innerhalb eines Jahres, nicht den Unterschied zwischen denselben Rosen im selben Geschäft am Valentinstag und an einem normalen Tag.

Schnittblumen kosteten im Jahresdurchschnitt 2023 9,1 Prozent mehr als 2022. Für 2024 meldete das Statistische Bundesamt einen Anstieg von 2,7 Prozent gegenüber 2023. Diese Jahreswerte zeigen allgemeine Preisveränderungen und belegen keinen bestimmten Valentinstagsaufschlag.

So behalten Sie die Kosten im Blick

Wenn Ihnen die Auswahl wichtig ist, fragen Sie früh beim Blumenladen an oder bestellen Sie vor. Nennen Sie dabei Ihr Budget und lassen Sie sich sagen, welche Blumen dafür infrage kommen. So kann die Floristin oder der Florist den Strauß passend zusammenstellen, auch wenn rote Rosen gerade teuer oder knapp sind.

Fragen Sie bei Alternativen gezielt nach Sorte und Ausführung, statt einen niedrigeren Preis vorauszusetzen. Vergleichen Sie auch die Anzahl der Blumen, die enthaltene Bindearbeit, die Verpackung und mögliche Lieferkosten. Wenn die rote Rose nicht entscheidend ist, gibt Ihnen eine andere Blumensorte mehr Auswahl, aber keinen festen Preisvorteil.

Blumenkauf zum Valentinstag planen

  • Rechnen Sie mit einem Nachfrageanstieg: Zum Valentinstag suchen viele Menschen gleichzeitig besonders rote Rosen und romantische Sträuße.
  • Vergleichen Sie gleiche Leistungen: Anzahl, Qualität, Stiellänge, Beiwerk, Verpackung und Lieferung beeinflussen den Preis.
  • Nennen Sie Ihr Budget: Der Blumenladen kann passende Sorten und eine geeignete Straußgröße vorschlagen.
  • Bestellen Sie früh, wenn Ihnen die Auswahl wichtig ist: Eine Vorbestellung erleichtert die Planung, führt aber nicht automatisch zu einem niedrigeren Preis.
  • Achten Sie darauf, was Durchschnittswerte aussagen: Die amtlichen Preiszahlen beschreiben Schnittblumen als Warengruppe, nicht den Aufschlag für einen bestimmten Strauß am Valentinstag.
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