Ob geschenkt, zugeschickt oder selbst gekauft: Nach den Feiertagen braucht der Weihnachtsstern weniger Wasser und eine Ruhephase. Die roten, rosa oder cremefarbenen Blätter heißen Hochblätter. Die kleinen Blüten sitzen in ihrer Mitte. Fallen die Hochblätter nach der Blüte ab, ist die Pflanze nicht automatisch abgestorben.
Ein Rückschnitt im Spätwinter oder Frühjahr, ein frostfreier Platz im Sommer und lange Dunkelphasen im Herbst helfen dem Weihnachtsstern, weiterzuwachsen und später wieder Farbe zu bekommen. Die Wiederfärbung gelingt jedoch nicht jedes Jahr zuverlässig.
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Nach der Blüte weniger gießen
Wenn die Hochblätter verblassen und Blätter abfallen, stellen Sie den Weihnachtsstern hell und etwas kühler. In dieser Ruhephase wächst er kaum und braucht deutlich weniger Wasser. Bleiben einzelne Triebe fest und grün, lebt die Pflanze weiter, auch wenn sie zeitweise kahl aussieht.
Gießen Sie nicht nach einem festen Wochenplan. Prüfen Sie stattdessen die Erde mit dem Finger: Fühlt sich die Oberfläche noch feucht an, warten Sie. Sobald sie angetrocknet ist, gießen Sie und lassen überschüssiges Wasser vollständig ablaufen. Leeren Sie den Übertopf oder Untersetzer, damit die Wurzeln nicht im Wasser stehen. Stehen die Wurzeln im Wasser, drohen Wurzelfäule und Blattverlust.
Wenn die Erde im Topf stark ausgetrocknet ist, können Sie den Topf kurz in Wasser stellen. Nehmen Sie ihn heraus, sobald die Erde Wasser aufgenommen hat, und lassen Sie ihn gut abtropfen. Während der Ruhezeit bleibt es bei sparsamen Wassergaben. Mit dem neuen Austrieb im Frühjahr steigt der Wasserbedarf wieder.
Im Frühjahr zurückschneiden
Schneiden Sie den Weihnachtsstern nach der Ruhephase im späten Winter oder Frühjahr zurück, meist zwischen Februar und April. Ein Schnitt direkt nach Weihnachten ist normalerweise nicht nötig. Kürzen Sie die Triebe bei Bedarf, wenn die Pflanze kompakter wachsen soll. Entfernen Sie dabei schwache oder vertrocknete Triebe.
Tragen Sie beim Schneiden Handschuhe: Der austretende Milchsaft kann die Haut reizen. Stellen Sie die Pflanze anschließend an einen hellen, warmen Platz, aber nicht direkt über eine Heizung. Im Zimmer sind etwa 16 bis 20 °C passend. Sobald neue Triebe erscheinen, gießen Sie wieder regelmäßiger, ohne die Erde dauerhaft nass zu halten.
Frostfrei durch den Winter
Der Weihnachtsstern verträgt keinen Frost und muss in Deutschland während der kalten Jahreszeit im Haus bleiben. Halten Sie ihn von Frost und kalter Zugluft fern. Vermeiden Sie außerdem starke Temperaturschwankungen. Ein heller Platz bei üblicher Zimmertemperatur eignet sich; direkt neben einer Heizung trocknet die Erde schneller aus und die Pflanze leidet unter der warmen, trockenen Luft.
Den Sommer kann der Weihnachtsstern draußen verbringen, sobald keine Frostgefahr mehr besteht. In Deutschland ist das häufig nach den Eisheiligen Mitte Mai der Fall. Entscheidend ist aber das örtliche Wetter. Stellen Sie ihn zunächst an einen geschützten Platz. Holen Sie ihn im Herbst rechtzeitig zurück ins Haus, bevor die Nächte kalt werden.
Im Herbst neue Hochblätter fördern
Rote Hochblätter im nächsten Herbst sind möglich, wenn der Weihnachtsstern über längere Zeit täglich ausreichend lange ununterbrochene Dunkelheit bekommt. Diese Reaktion auf kurze Tage heißt Kurztagreaktion: Die Pflanze bildet ihre Blüten und färbt die Hochblätter, wenn die Nächte lang genug sind.
Beginnen Sie ungefähr Anfang Oktober mit einer langen Dunkelphase. Sorgen Sie über elf bis vierzehn Wochen täglich für mindestens zwölf Stunden Dunkelheit. Manche Pflegehinweise empfehlen kürzere Zeiträume. Halten Sie die Dunkelphase möglichst regelmäßig ein und vermeiden Sie Licht während dieser Zeit. Eine Straßenlaterne oder eingeschaltete Zimmerlampe kann den Rhythmus stören. Tagsüber braucht die Pflanze weiterhin einen hellen Standort. Ein lichtundurchlässiger Karton hilft, wenn sich ein dunkler Platz nicht anders einrichten lässt.
Auch bei sorgfältiger Pflege ist nicht sicher, dass die Hochblätter wieder genauso kräftig oder rechtzeitig rot werden wie beim Kauf. Andere Farben wie Rosa oder Creme hängen von der jeweiligen Sorte ab.
Pflege nach Weihnachten im Überblick
- Reduzieren Sie das Gießen nach der Blüte und prüfen Sie die Erde, statt nach einem festen Wochenplan zu wässern.
- Schneiden Sie im späten Winter oder Frühjahr zurück, meist zwischen Februar und April.
- Halten Sie den Weihnachtsstern im Winter im Haus und stellen Sie ihn erst nach der Frostgefahr nach draußen.
- Sorgen Sie im Herbst für lange, ununterbrochene Nächte, wenn sich neue farbige Hochblätter bilden sollen. Die Hochblätter können sich wieder färben, müssen es aber nicht.
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