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Welche Blumen kann ich ohne Bedenken einem Veganer schenken?

Meine Schwester ist Veganerin und hat bald Geburtstag. Ich möchte ihr Blumen schenken, bin mir aber unsicher, ob es etwas zu beachten gibt, zum Beispiel wegen der Haltbarkeit oder der Verpackung. Welche Blumen kann ich ohne Bedenken einem Veganer schenken?

Redaktion Blumenversand24

Für vegan lebende Menschen zählt beim Verschenken oder Verschicken von Blumen oft auch, wie sie angebaut wurden. Ob Rosen, Tulpen oder Sonnenblumen vegan sind, lässt sich nicht allein an der Blumenart erkennen.

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Kurze Antwort

Jede Blumenart kommt infrage, wenn beim Anbau nachweislich keine Dünger oder anderen Mittel tierischen Ursprungs verwendet wurden. Der verlässlichste Hinweis ist das Siegel „Biozyklisch-Veganer Anbau“. Es steht für den Anbau ohne tierische Dünger und andere tierische Mittel. Ein Bio-Siegel, eine regionale Herkunft oder eine saisonale Auswahl zeigt für sich allein keinen veganen Anbau. Fragen Sie beim Blumenhof, im Laden oder beim Versand nach, wenn die Angabe fehlt.

Was veganer Anbau bedeutet

Beim biozyklisch-veganen Anbau verwenden die Betriebe keine Dünger und keine anderen beim Anbau eingesetzten Mittel tierischen Ursprungs. Stattdessen versorgen pflanzliche Materialien den Boden mit Nährstoffen. Außerdem reichert sich Humus an, ein fruchtbarer Bestandteil des Bodens. Der Standard schließt außerdem kommerzielle Nutztierhaltung aus.

Das bedeutet nicht, dass eine Pflanze auf dem Feld niemals mit Tieren in Kontakt kommt. Das Siegel beschreibt die Anbaumethode und den Umgang mit Betriebsmitteln. Was einzelne Menschen darüber hinaus als vegan ansehen, kann unterschiedlich sein.

Bio ist nicht automatisch vegan

Bio-Zierpflanzen werden ökologisch angebaut. Im ökologischen Anbau sind jedoch auch Dünger aus tierischen Quellen erlaubt, darunter Mist sowie Horn-, Haar- und Federmehl. Deshalb belegt ein Bio-Siegel allein nicht, dass beim Anbau keine tierischen Bestandteile verwendet wurden.

Auch „regional“, „saisonal“ oder „Slowflower“ sagt nicht automatisch etwas über die verwendeten Dünger aus. Diese Merkmale können für kurze Transportwege oder saisonalen Anbau stehen. Für eine vegane Auswahl brauchen Sie zusätzlich eine Auskunft darüber, wie die Blumen angebaut wurden.

Fragen Sie auch nach dem Grün

Blätter und Begleitgrün im Strauß stammen mitunter von anderen Betrieben als die Blüten. Fragen Sie deshalb ausdrücklich nach beidem. Fragen Sie gezielt nach, statt nur zu fragen, ob ein Strauß „vegetarisch“ produziert wurde. Für diese Bezeichnung gibt es keine einheitliche Bedeutung.

Beim Blumenhof, im Blumenladen oder beim Versand können Sie fragen:

  • Ist der Betrieb biozyklisch-vegan zertifiziert?
  • Wenn nicht: Welche Dünger und sonstigen Betriebsmittel wurden für die Blüten und das Grün verwendet?
  • Stammt das Grün vom selben Betrieb wie die Blüten?
  • Bezieht sich die Auskunft auf den Anbau oder auch auf die Verarbeitung?

Wenn Sie keine eindeutige Antwort bekommen, belegen ein Bio-Siegel und regionale Herkunft nicht, dass die Blumen vegan angebaut wurden. Sie können die Unsicherheit offen ansprechen und die beschenkte Person entscheiden lassen.

Versand und Verpackung

Auch bei veganem Anbau können beim Binden oder Verpacken des Straußes andere Materialien zum Einsatz kommen. Fragen Sie bei Bedarf gezielt nach Bindematerial, Steckmasse und weiteren Bestandteilen. Falls ein Material tierischen Ursprungs wie Bienenwachs verwendet wird, kann der Blumenladen dazu Auskunft geben.

Bitten Sie um möglichst wenig Verpackung. Beim Versand können Sie um wiederverwendetes oder recyceltes Material bitten, wenn es die Blumen ausreichend schützt. Schnittblumen brauchen beim Transport ausreichend Schutz vor Beschädigungen. Klarsichtfolie lässt sich beim Kauf häufig vermeiden.

Fazit

Für Veganerinnen und Veganer eignet sich jede Blumenart, wenn sie nachweislich ohne Betriebsmittel tierischen Ursprungs angebaut wurde. Achten Sie auf biozyklisch-veganen Anbau oder fragen Sie getrennt nach Blüten, Grün und Verpackung.

Häufige Fragen

Sind Tulpen oder Rosen vegan?

Die Blumenart allein sagt nichts über den Anbau aus. Tulpen und Rosen passen, wenn der Betrieb keine Dünger oder anderen beim Anbau eingesetzten Mittel tierischen Ursprungs verwendet.

Reicht ein Bio-Siegel?

Nein. Bio-Anbau erlaubt auch bestimmte tierische Dünger. Für einen veganen Anbaunachweis brauchen Sie das Siegel „Biozyklisch-Veganer Anbau“ oder eine konkrete Auskunft des Betriebs.

Sind regionale Blumen automatisch vegan?

Nein. Regionale Herkunft beschreibt, wo die Blumen angebaut wurden, nicht welche Dünger zum Einsatz kamen. Fragen Sie zusätzlich nach den Betriebsmitteln.

Was bedeutet „vegetarisch produzierte Blumen“?

Die Bezeichnung hat keine einheitlich belegte Bedeutung. Fragen Sie deshalb genau nach, ob der Betrieb tierische Ausscheidungen und Nebenprodukte wie Horn-, Haar- oder Federmehl verwendet.

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